Wallers „keine Erhöhung“ macht „6 zu 5“! Der Schlüsselfaktor für die Zinsentscheidung der Fed im September ist: Powell?
chaincatcherAutor: Long Yue
Weniger als zwei Wochen vor der Zinssitzung der Federal Reserve am 16. September ist das Abstimmungsmuster höchst umstritten, und Powells Schweigen wird zur größten Unbekannten am Markt.
Jim Bianco, Gründer von Bianco Research, wies in den sozialen Medien darauf hin, dass neben dem Spiel der Makrodaten die Abstimmungssituation zu einem Schlüsselfaktor für die aktuelle Ausrichtung der Fed-Politik wird. Er schrieb:
Ich habe immer geglaubt, dass es bei der Beobachtung der Federal Reserve jetzt darum geht, Stimmen zu zählen.
Da Fed-Gouverneur Waller kürzlich dazu neigte, die Zinsen unverändert zu lassen, fasste Bianco das aktuelle Abstimmungsmuster so zusammen: 6 Stimmen (für Beibehaltung) gegen 5 Stimmen (für Erhöhung), wobei 1 Stimme noch unbekannt ist – das ist der ehemalige Vorsitzende Powell (Powells Amtszeit als Fed-Vorsitzender endete am 15. Mai dieses Jahres, er bleibt jedoch Fed-Gouverneur).

Biancos persönliche Stimmenauszählung
Powell: Bewusst zurückhaltend, aber eine Schlüsselvariable
Bianco wies darauf hin, dass Powell seit der Pressekonferenz im Mai keine öffentlichen Äußerungen mehr gemacht habe: „Er will aus dem Rampenlicht verschwinden.“
Aus Biancos Sicht hat diese Strategie einen Hintergrund: Trumps anhaltende Kritik an der Federal Reserve hat im Ausschuss Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit geweckt, sodass die stimmberechtigten FOMC-Mitglieder allmählich dazu übergehen, ihre Positionen durch öffentliche Äußerungen klarer zu verankern.
Powells Schweigen hat nun jedoch Unsicherheit geschaffen. Bianco schrieb:
Wenn alle gemäß ihren öffentlichen Äußerungen abstimmen, wird Powells Stimme entscheidend.
Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung: Tatsächlich 50/50
Biancos Schlussfolgerung ist direkt und klar:
Deshalb liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung weniger als zwei Wochen vor der Sitzung tatsächlich bei 50/50.
Am 30. August hatte er zuvor prognostiziert, dass das Abstimmungsergebnis am 16. September 7 zu 5 lauten werde, die Richtung aber ungewiss bleibe – „Ich weiß nur nicht, ob es 7 zu 5 für eine Erhöhung oder 7 zu 5 für eine Beibehaltung ist.“

Da Waller derzeit zum Lager der Beibehaltung tendiert, führt die Seite der Beibehaltung vorübergehend mit 6 zu 5, aber Powells Stimme kann immer noch ein Unentschieden verhindern, sodass das Endergebnis offen bleibt.
Bianco ist der Ansicht, dass Trumps anhaltender Druck auf die Federal Reserve ein wichtiger Hintergrund für das Verständnis der aktuellen Stimmenaufteilung ist.
Er erklärte, dass die FOMC-Mitglieder gerade aus Sorge um die Unabhängigkeit begonnen hätten, ihre Positionen lieber durch öffentliche Äußerungen zu verdeutlichen, statt sich auf interne Diskussionen zur Konsensfindung zu verlassen. Dadurch könne die Außenwelt die politische Richtung relativ klar durch „Stimmenzählen“ verfolgen.
Seit 1936 hat es nie ein Abstimmungsergebnis von 6 zu 6 gegeben. Die nächsten Fälle waren 6 zu 5 in den Jahren 1963, 1964 und 1973. Das US-Notenbankgesetz enthält keine Bestimmungen für ein Unentschieden. Er schrieb:
Spekulativ bedeutet dies die Beibehaltung des Status quo, da keine Einigung erzielt wurde und die Federal Reserve den Leitzins weiterhin stabil halten wird. Natürlich könnten sie vereinbaren, eine zweite (oder dritte) Abstimmung abzuhalten, bis das Unentschieden aufgelöst ist.
Dieser Inhalt dient nur zu Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Investitionsberatung in Bezug auf BTCC dar. BTCC unternimmt alle Anstrengungen, kann jedoch nicht die Wahrheit, Genauigkeit oder Originalität des oben stehenden Inhalts garantieren.