Was rettet die US-Schulden? Bessent nimmt den Billionen-Dollar-Fonds ins Visier
chaincatcherAutor: Gelonghui
Laut einem heutigen Bericht von CNBC mit dem Titel „Bessent könnte das fast 1 Billion Dollar schwere Treasury General Account anzapfen, um Anleiherückkäufe zu finanzieren, sagen Quellen“ könnte das Finanzministerium das Treasury General Account (TGA) nutzen, um die Ausweitung von Anleiherückkäufen finanziell zu unterstützen.
Das TGA ist im Wesentlichen das staatliche Geldkonto, das das US-Finanzministerium bei der Federal Reserve hält.
Staatliche Steuereinnahmen und die Ausgabe von Staatsanleihen können auf dieses Konto fließen; staatliche Ausgaben und Schuldenrückzahlungen werden ebenfalls von hier abgewickelt.
Sein Volumen könnte bis Ende Oktober etwa 1,05 Billionen Dollar erreichen.
Das bedeutet, dass das Finanzministerium tatsächlich über einen erheblichen Liquiditätspuffer verfügt und kurzfristig weniger auf neue kurzfristige Schulden angewiesen ist, um einige Rückkaufoperationen abzuschließen.
Warum ist das notwendig?
Am 19. August erreichte die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe 5,34 %, den höchsten Stand seit 2007.
Daraufhin kündigte das Finanzministerium an, das Volumen der langfristigen Anleiherückkäufe von maximal 2 Milliarden Dollar pro Operation auf mindestens 4 Milliarden Dollar zu erhöhen, wobei nominale Staatsanleihen mit Laufzeiten von 10–20 und 20–30 Jahren abgedeckt werden.
Allerdings verharrt die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe bislang weiterhin in der Nähe der seit 2007 hohen Niveaus.
Das deutet darauf hin, dass es dem Markt heute nicht einfach an Liquidität mangelt.
Würde das Finanzministerium direkt eine große Menge kurzfristiger Staatsanleihen ausgeben, um Mittel zu beschaffen, müsste die neue Liquidität dennoch vom Markt absorbiert werden, was potenziell zu einem Anstieg des kurzfristigen Finanzierungsangebots führen könnte.
Wenn jedoch zuerst das TGA genutzt wird, kann dieser Schritt vorübergehend umgangen werden.
Wenn das Finanzministerium das Geld im TGA ausgibt, gelangen die Mittel letztlich in das private Finanzsystem, und unter unveränderten Bedingungen könnten die Bankreserven im Bankensystem steigen.
Die New Yorker Fed wies zuvor darauf hin, dass Veränderungen des TGA-Saldos die Liquidität im Finanzsystem direkt beeinflussen; wenn das Finanzministerium große Beträge abzieht, kann dies die Systemliquidität vorübergehend erhöhen, während eine Wiederauffüllung des TGA umgekehrt Liquidität absorbieren kann.
Wenn das Finanzministerium also tatsächlich stärker auf das TGA zurückgreift, um Rückkäufe abzuschließen, dürfte das kurzfristige Feedback wie folgt aussehen:
Finanzministerium reduziert Barguthaben → Marktliquidität steigt → Käufe langfristiger Staatsanleihen nehmen zu → Langfristige Renditen werden gedämpft.
Deshalb interpretiert der Markt die Nutzung des TGA als aggressivere Strategie als die fortgesetzte Ausgabe kurzfristiger Schuldtitel zur Finanzierung.
Allerdings ist diese Strategie langfristig schwer durchzuhalten.
Das Finanzministerium hat klar angegeben, bis Ende September ein Barguthaben von etwa 950 Milliarden Dollar halten zu müssen. Mittelfristig bis langfristig muss das Konto daher über Steuern, Anleiheemissionen und fiskalische Cashflows wieder aufgefüllt werden, falls das TGA deutlich sinkt.
Mit anderen Worten: Es verschiebt lediglich den Druck, heute kurzfristige Schulden auszugeben, in die Zukunft.
Darüber hinaus wird die Rendite langfristiger US-Staatsanleihen nicht allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt.
Anleiherückkäufe können zwar die Liquidität verbessern und das Angebot an langfristigen Anleihen marginal verringern, wodurch die Laufzeitprämien sinken.
Wenn Anleger jedoch tatsächlich besorgt über das in den kommenden Jahren kontinuierlich wachsende Haushaltsdefizit der USA sind, dürfte der bloße Rückkauf von Staatsanleihen im Umfang von mehreren zehn oder hundert Milliarden Dollar das langfristige Gleichgewicht kaum verändern.
Was der Markt wirklich begehrt, ist ein völlig neuer Fiskalplan, eine bedeutendere Maßnahme.
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