„Takaichi-Handel“ löst starke Erholung aus? Wale beginnen, Bitcoin zu akkumulieren

BTCCBTCCAutor: jett

Nach dem Ausverkauf globaler Risikoanlagen am vergangenen Donnerstag (4. Februar) hat sich der Kryptomarkt stark erholt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels ist der Bitcoin-Kurs um rund 18 % gegenüber den Tiefstständen der Vorwoche gestiegen.

Die US-Aktienmärkte legten geschlossen zu. Am vergangenen Freitag stieg der S&P 500 um fast 2 % und verzeichnete damit sein bestes Tagesergebnis seit Mai letzten Jahres. Der Dow Jones gewann 2,47 % und schloss erstmals über der Marke von 50.000 Punkten, während der Nasdaq um 2,18 % zulegte, angeführt von einem wiedererstarkten Technologiesektor. Insgesamt hat sich die Marktstimmung rasant von Panikverkäufen hin zu einer Erholung nach dem Motto „Kaufen bei Kursrückgängen“ gewandelt.

Auf makroökonomischer Ebene errang die japanische Premierministerin Sanae Takaichi bei den vorgezogenen Wahlen am Sonntag (8. Februar) einen Erdrutschsieg und führte die LDP zu einer Zweidrittelmehrheit im Repräsentantenhaus. Dieses Ergebnis löste umgehend das aus, was die Finanzmärkte als „Takaichi-Handel“ bezeichnen.

Als überzeugte Nachfolgerin der „Abenomics“ setzt Takaichi auf aggressive Staatsausgaben und eine anhaltend lockere Geldpolitik, um das Wachstum anzukurbeln. Die Märkte erwarten weitgehend, dass Japan unter ihrer Führung kurzfristig auf drastische Zinserhöhungen verzichten und damit den globalen Märkten zusätzliche Liquidität zuführen wird.

Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses legte der Nikkei 225 am Montag um bis zu 5,7 % zu und beflügelte damit die asiatischen Aktienmärkte. Die Aussicht auf massive Konjunkturprogramme belastete jedoch den Yen, was kurzfristig die Volatilität an den globalen Märkten verstärken könnte.

Wale akkumulieren aggressiv Bitcoin

Am 9. Februar zeigten die Marktdaten von BTCC, dass der Bitcoin-Kurs kurzzeitig über 72.000 US-Dollar stieg, bevor er wieder auf 70.400 US-Dollar zurückfiel. Die technische Analyse deutet darauf hin, dass sich Bitcoin nach dem starken Anstieg in einer Konsolidierungsphase befindet. Da die gleitenden Durchschnitte noch keine eindeutige Aufwärtsbewegung zeigen, dürfte der Kurs kurzfristig seitwärts tendieren, wobei ein erneuter Test der Tiefststände nicht ausgeschlossen ist.

Trotz der jüngsten Volatilität zeigen die neuesten Daten von CryptoQuant, dass neue institutionelle Anleger die Preiskorrektur nutzen, um Bitcoin massiv zu akkumulieren. Dies spiegelt ein starkes Vertrauen institutioneller Anleger in die mittel- bis langfristige Anlagestrategie wider. Ein hoher Bestandsumschlag auf diesem Niveau gilt oft als klassisches Zeichen für einen Markttiefpunkt.

Mehrere Analysten sind sich einig, dass sich der Kryptomarkt aktuell in einer Bodenbildungsphase befindet. Tom Lee merkte an, dass der Markt möglicherweise eine Bodenbildungszone erreicht habe, und verwies auf die Erholung der MicroStrategy-Aktien um rund 25 %. Historisch gesehen verlaufen solche Erholungen oft V-förmig – der Kursgewinn wird genauso schnell wie der Verlust wieder aufgeholt.

Auf dem Altcoin-Markt notiert ETH bei 2.080 US-Dollar und schwankt zwischen 2.000 und 2.150 US-Dollar. ASTER hat sich in dieser Rallye als herausragender Performer erwiesen und ist seit den Tiefstständen der Vorwoche um über 50 % gestiegen. (Daten via BTCC)

Wichtige Makrodaten, die Sie diese Woche im Auge behalten sollten

  • Dienstag : US-Einzelhandelsumsätze (im Vergleich zum Vormonat) für Dezember
  • Mittwoch : US-Arbeitslosenquote und Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft (Januar)
  • Donnerstag : Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA (Woche bis zum 7. Februar)
  • Freitag : US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Januar

Diese Indikatoren dürften die Marktstimmung maßgeblich beeinflussen. Angesichts des Zusammenspiels der japanischen Wahlergebnisse und der geldpolitischen Aussichten der US-Notenbank (Fed) dürften sowohl Krypto- als auch traditionelle Finanzmärkte weiterhin volatil bleiben. Anleger sollten daher politische Kursänderungen und Wirtschaftsdaten aufmerksam verfolgen und ihre Strategien entsprechend anpassen.

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