„The Big Short“ Michael Burry kauft Nvidia-Call-Optionen als Absicherung und baut Short-Positionen weiter aus

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Burry gab auf der Social-Media-Plattform Substack bekannt, dass er vor den Nvidia-Quartalszahlen Call-Optionen mit Fälligkeit im Dezember und einem Ausübungspreis im mittleren bis hohen Bereich um 200 US-Dollar gekauft hat (3,5 % bis 4 % des Portfolios), betonte jedoch, dass dies lediglich zur „Absicherung seiner Short-Positionen“ diene und keine bullische Wette sei. Er ist der Ansicht, dass Nvidias Monopolvorteil nicht von Dauer sein werde und die KI-Investitionsausgaben die Renditen schmälern würden. Derzeit machen seine Short-Positionen in Aktien wie Nvidia und Oracle bereits mehr als 21 % des Portfolios aus.

Kurz vor den Nvidia-Quartalszahlen hat der langjährige Skeptiker Michael Burry überraschend Call-Optionen auf die Aktie gekauft, stellt jedoch klar, dass es sich lediglich um eine „Absicherung“ handelt und seine pessimistische Haltung unverändert bleibt.

Laut einem Bericht von StockTwits vom 27. gab Burry auf der Social-Media-Plattform Substack bekannt, dass er Nvidia-Call-Optionen mit Fälligkeit im Dezember und einem Ausübungspreis im mittleren bis hohen Bereich um 200 US-Dollar gekauft hat. Er bezeichnete diese Position als Instrument zur Absicherung seines umfangreichen Short-Engagements.

Gleichzeitig baute er seine Short-Positionen in Nvidia, Oracle, Palantir, Nebius und Caterpillar weiter aus. Derzeit machen seine Short-Aktienpositionen (ohne Put-Optionen) bereits mehr als 21 % des gesamten Portfolios aus.

Diese widersprüchliche Vorgehensweise spiegelt Burys Kernurteil zu Nvidia wider: Der kurzfristige Kursverlauf sei schwer vorherzusagen, aber die langfristige Bewertung liege deutlich unter dem aktuellen Marktpreis. Zuvor hatte er öffentlich erklärt, dass Nvidias Monopolvorteil schwinde, die Ausweitung der Investitionsausgaben die Aktionärsrenditen schmälern werde, und er verglich die aktuelle KI-Expansion des Unternehmens mit dem Bilanzskandal von Enron im Jahr 2001. Er warnte, dass die potenziellen Schäden für Wirtschaft und Anleger „um mehrere Größenordnungen höher“ seien.

 

Call-Optionen: Absicherung statt bullische Wette

Burry erklärte, dass die für den Kauf der Nvidia-Dezember-Optionen gezahlte Prämie „vollständig durch seine Short-Positionen ausgeglichen“ werde, und betonte: „Ich versuche hier nicht, Gewinne zu erzielen.“ Ohne seine enormen Short- und Put-Optionspositionen hätte er diesen Trade nicht getätigt. Die Call-Optionsposition macht etwa 3,5 % bis 4 % seines Portfolios aus.

Er räumte ein, dass er solche Strategien in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Short-Positionen vor Quartalszahlen eingesetzt habe, gab jedoch zu, dass die „bisherige Bilanz nicht besonders gut“ sei. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Nvidia-Aktie nach den jüngsten Quartalszahlen „häufiger gefallen als gestiegen“ sei und das bevorstehende Ergebnis „nichts weiter als ein Münzwurf“ sei. „Der Markt glaubt es nicht“, schrieb er. „Heute könnte das Vertrauen vorübergehend wiederhergestellt werden, aber nur vorübergehend.“

 

Bewertungslogik: Monopolvorteil neigt sich dem Ende zu, Gewinne unter Druck

Obwohl Burry einräumt, dass Nvidia oberflächlich betrachtet ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis aufweist und über monopolistische Preissetzungsmacht verfügt, was auf eine „offensichtliche Unterbewertung“ hindeutet, hält er diesen Eindruck für irreführend.

Sein Kernargument: Nvidias Monopolstellung werde kürzer bestehen als vom Markt erwartet, und die Gewinnmargen würden entsprechend sinken. Das Unternehmen werde „den Aktionären nicht genügend Rendite ausschütten“, da Kapital verstärkt in Investitionsausgaben und Diversifizierung fließe. Die fortgesetzten Investitionen „nahe und über dem Blasengipfel“ könnten in „nicht allzu ferner Zukunft“ zu einem „dramatischen Gewinneinbruch“ führen.

Er vergleicht Nvidias KI-Expansion mit der Finanzierungsstruktur von Enron und hatte zuvor auf Substack darauf hingewiesen, dass im aktuellen KI-Infrastruktur-Investitionsboom ein Großteil der Investitionsausgaben keiner realen Endnachfrage entspreche, sondern sich über intransparente Finanzierungsstrukturen selbst verstärke, was ein systemisches Überbewertungsrisiko berge.

 

Short-Positionen massiv ausgebaut, über 21 % des Portfolios

Parallel zur Ausweitung seiner Nvidia-Shorts baute Burry in dieser Woche auch seine Short-Positionen in Oracle, Palantir, Nebius und Caterpillar aus. Seine Short-Aktienpositionen (ohne Put-Optionen) machen inzwischen mehr als 21 % des gesamten Portfolios aus.

Gleichzeitig baut er auch Long-Positionen auf. Er stockte Birkenstock (BIRK) zu Kursen im mittleren 30-Dollar-Bereich auf und erklärte, eine vollständige Position aufgebaut zu haben. Freddie Mac (FMCC) stockte er im mittleren 5-Dollar-Bereich auf und gab an, eine große Position in Fannie Mae zu halten.

Über einen längeren Zeitraum betrachtet steht Burys Long-Short-Strategie in diesem Jahr unter erheblichem Marktdruck. Bis heute ist die von ihm geshortete Nvidia-Aktie im Jahresverlauf um mehr als 12 % gestiegen, Nebius sogar um über 150 %. Die von ihm long gehaltene Palantir-Aktie ist im Jahresverlauf um fast 5 % gefallen, Oracle um über 23 %.

Während der Handelsdruck anhält, hat sein kostenpflichtiger Substack-Newsletter „Cassandra Unchained“ 231 Tage nach dem Start die Marke von 300.000 Abonnenten überschritten. Bei einer Jahresgebühr von 379 US-Dollar ergäbe sich rechnerisch ein Jahresumsatz von rund 113,7 Millionen US-Dollar – eine weitere beachtliche Einnahmequelle.

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