Bitcoin-Korrelation mit Gold erreicht Sechsjahreshoch inmitten makroökonomischer Unsicherheit
cryptonewsDie Korrelation von Bitcoin mit Gold hat laut einer neuen Studie von Bitwise Asset Management gerade ein Sechsjahreshoch erreicht. Die rollierende 90-Tage-Korrelation zwischen den beiden Vermögenswerten ist auf den höchsten Stand seit 2020 gestiegen, als pandemiebedingte Konjunkturmaßnahmen die globalen Märkte umgestalteten.
Bitwise zufolge signalisiert diese Verschiebung einen Wandel in der Wahrnehmung von Bitcoin durch Anleger, der die Kryptowährung näher an die traditionelle Rolle von Gold als Wertspeicher in Zeiten makroökonomischen Stresses heranführt.
Bitcoin-Korrelation mit Gold erreicht Sechsjahreshoch
Bitwise verfolgte die Beziehung anhand von Bloomberg-Daten von April 2015 bis August 2026. Der aktuelle Wert entspricht dem Niveau, das zuletzt während der Covid-19-Konjunkturphase zu beobachten war. Auch diese frühere Periode war von massiven staatlichen Eingriffen in die Finanzmärkte geprägt.
Der August markierte einen Wendepunkt für diese Korrelation. US-Finanzminister Scott Bessent griff in den Anleihemarkt ein, nachdem die Renditen 10- und 30-jähriger Staatsanleihen gestiegen waren. Dieser Schritt schürte Bedenken hinsichtlich finanzieller Repression und Zinskurvenkontrolle.
Bitcoin verzeichnete nach der Intervention mit einem Anstieg von 22,4 % den größten Wochengewinn seit März 2024. Gold legte im gleichen Zeitraum um rund 5 % zu, während Aktien fielen. Bitwise zufolge bewegten sich beide Vermögenswerte in einer statistisch auffälligen Weise gemeinsam.
Was die Bitcoin-Gold-Beziehung antreibt
Der offizielle Account von Bitwise teilte die Ergebnisse und wies darauf hin, dass Anleger in Zeiten, in denen makroökonomische Bedingungen die Schlagzeilen dominieren, tendenziell aufhören, zwischen Gold und Bitcoin zu wählen. Stattdessen kaufen viele Allokatoren beide Vermögenswerte gleichzeitig.
André Dragosch, Research Director Europa des Unternehmens, verfasste die Analyse. Er verwies auf die sinkende Korrelation von Bitcoin mit dem Nasdaq-100, die auf ein Einjahrestief gefallen ist. Dieser Trend schwächt das Argument, dass Bitcoin lediglich die Stimmung bei Technologieaktien widerspiegelt.
Bitcoin bleibt zudem negativ mit dem US-Dollar-Index korreliert. Bitwise erklärt, dass eine Dollarschwäche tendenziell mit einer Bitcoin-Stärke einhergeht – ein Muster, das Gold seit Jahrzehnten bei Währungsdruck zeigt.
Warum das Sechsjahreshoch für Anleger wichtig ist
Bitwise weist darauf hin, dass Bitcoin und Gold trotz der jüngsten Annäherung unterschiedliche Vermögenswerte bleiben. Gold dient seit Tausenden von Jahren als Wertspeicher, während Bitcoin vor weniger als zwei Jahrzehnten geschaffen wurde.
Dennoch argumentiert das Unternehmen, dass die steigende Korrelation in stressigen makroökonomischen Phasen von Bedeutung ist. Der Goldmarkt wird auf nahezu 30 Billionen US-Dollar geschätzt und wurde über Generationen hinweg von Zentralbanken und institutionellen Allokatoren aufgebaut.
Sollte sich Bitcoin weiter in Richtung dieser Kategorie bewegen, könnte er laut Bitwise letztlich an einer deutlich größeren Kapitalbasis bewertet werden. Dies würde eine Verschiebung von seiner historischen Bewertung als risikoreicher Venture-Asset hin zu etwas markieren, das eher einer makroökonomischen Absicherung ähnelt.
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