MSCI-Strategie: Was stand im 12-seitigen Verteidigungsbrief? Als Experte für Übersetzungen im Finanz- und Blockchain-Bereich sind Sie mit der Fachsprache und den Begriffen dieser Branchen vertraut. Bitte übersetzen Sie den folgenden Text unter Beibehaltung der HTML-Tags und der Struktur ins Englische.
Originaltitel: „Strategy Takes on MSCI: The Ultimate Defense of DAT“
Ursprüngliche Autorin: KarenZ, Foresight News
Das Spiel um die Entwicklung der Digital Asset Treasury (DAT)-Branche ist noch nicht vorbei.
Im Oktober legte der globale Indexanbieter MSCI einen Vorschlag vor, Unternehmen, deren Vermögen zu 50 % oder mehr aus digitalen Vermögenswerten besteht, aus seinem Global Investable Market Index auszuschließen. Dieser Schritt gefährdet unmittelbar die Marktposition von Anbietern digitaler Vermögensverwaltungsgesellschaften wie Strategy und könnte sogar den gesamten Kapitalfluss in diesem Sektor grundlegend verändern.
Laut Daten von Bitcoin for Corporations könnten 39 Unternehmen aus dem MSCI Global Investable Market Index ausgeschlossen werden. Analysten von JPMorgan warnten bereits, dass allein der Ausschluss von Strategy zu passiven Kapitalabflüssen von fast 2,8 Milliarden US-Dollar führen könnte. Sollten andere Indexanbieter diesem Beispiel folgen, könnten die Abflüsse sogar 8,8 Milliarden US-Dollar erreichen.

Derzeit läuft die Konsultationsphase für den Vorschlag von MSCI noch bis zum 31. Dezember 2025. Die endgültige Entscheidung wird voraussichtlich bis zum 15. Januar 2026 bekannt gegeben, und etwaige Anpassungen werden im Februar 2026 im Rahmen des Indexüberprüfungsprozesses formell umgesetzt.
Angesichts dieser dringlichen Lage reichte Strategy am 10. Dezember einen scharf formulierten, zwölfseitigen offenen Brief beim MSCI-Indexausschuss ein. Unterzeichnet wurde der Brief vom Vorstandsvorsitzenden und Gründer Michael Saylor sowie vom Präsidenten und CEO Phong Le. Darin brachten sie ihre entschiedene Ablehnung des Vorschlags zum Ausdruck. In dem Brief heißt es: „Dieser Vorschlag ist irreführend und wird schwerwiegende negative Folgen für die Interessen globaler Investoren und die Entwicklung der Digital-Asset-Branche haben. Wir fordern MSCI nachdrücklich auf, diesen Plan vollständig zurückzuziehen.“
Die vier zentralen Verteidigungsargumente der Strategie
Digitale Vermögenswerte sind die revolutionäre Grundlage für die Transformation des Finanzsystems
Strategy ist der Ansicht, dass der Vorschlag von MSCI den strategischen Wert von Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten unterschätzt. Seit Satoshi Nakamoto Bitcoin vor 16 Jahren einführte, hat sich dieser digitale Vermögenswert schrittweise zu einem Schlüsselelement der Weltwirtschaft entwickelt und weist aktuell eine Marktkapitalisierung von rund 1,85 Billionen US-Dollar auf.
Aus der Sicht von Strategy sind digitale Vermögenswerte weit mehr als einfache Finanzinstrumente; sie stellen eine grundlegende technologische Innovation dar, die das globale Finanzsystem umgestalten kann – Unternehmen, die in Bitcoin-bezogene Infrastruktur investieren, bauen ein neues Finanzökosystem auf, ähnlich wie führende Unternehmen in der Geschichte, die sich intensiv mit einer einzigen aufkommenden Technologie auseinandergesetzt haben.
Ähnlich wie Standard Oil im 19. Jahrhundert mit seinen Tiefbohrungen zur Ölgewinnung und AT&T im 20. Jahrhundert mit dem Aufbau eines landesweiten Telefonnetzes, legten diese Unternehmen durch vorausschauende Investitionen in die Kerninfrastruktur ein solides Fundament für den nachfolgenden wirtschaftlichen Wandel und wurden schließlich zu Branchenmaßstäben. Strategy ist der Ansicht, dass Unternehmen, die sich aktuell auf digitale Assets konzentrieren, dem Weg dieser „Technologiepioniere“ folgen und nicht einfach anhand traditioneller Indexregeln abgetan werden sollten.
DAT agiert als Wirtschaftsunternehmen, nicht als passiver Fonds.
Das ist das Kernargument von Strategy: Digital Asset Treasury-Unternehmen (DATs) sind operative Unternehmen mit einem vollständigen Geschäftsmodell und keine passiven Investmentfonds, die Bitcoin halten. Strategy besitzt derzeit zwar über 600.000 Bitcoin, doch ihr Kernwert basiert nicht auf Bitcoin-Kursschwankungen, sondern auf der Entwicklung und Einführung einzigartiger „digitaler Kreditinstrumente“, die nachhaltige Renditen für die Aktionäre generieren.
Die von Strategy emittierten „digitalen Kreditinstrumente“ umfassen verschiedene Arten von Vorzugsaktien mit festen und variablen Dividenden, unterschiedlichen Prioritätsstufen und Kreditschutzklauseln. Durch den Verkauf dieser Instrumente zur Kapitalbeschaffung für den Bitcoin-Kauf kann Strategy, solange die langfristige Rendite der Bitcoin-Investitionen die in US-Dollar denominierten Finanzierungskosten übersteigt, stabile Renditen für Aktionäre und Kunden erzielen. Strategy betont, dass dieses Modell der „aktiven Betriebsführung und des Vermögenszuwachses“, das sich vom passiven Management traditioneller Investmentfonds oder ETFs unterscheidet, als normales operatives Geschäft zu betrachten ist.
Gleichzeitig hinterfragt Strategy, warum Ölkonzerne, Immobilien-Investmentfonds (REITs), Forstunternehmen und andere Institutionen eine konzentrierte Anlageklasse halten können, ohne als Investmentfonds eingestuft und vom Index ausgeschlossen zu werden. Die Einführung spezieller Beschränkungen ausschließlich für Unternehmen mit digitalen Vermögenswerten widerspricht offensichtlich den Grundsätzen der Branchenfairness.
Eine 50%-Schwelle für digitale Vermögenswerte ist willkürlich, diskriminierend und unpraktisch.
Strategy weist darauf hin, dass der Vorschlag von MSCI diskriminierende Standards anwendet. Viele große Unternehmen traditioneller Branchen halten ebenfalls nur eine einzige Anlageklasse in ihren Portfolios, darunter Öl- und Gasunternehmen, Immobilien-Investmentfonds, Forstunternehmen und Energieinfrastrukturunternehmen. MSCI hat jedoch ausschließlich spezielle Ausschlusskriterien für Unternehmen mit digitalen Vermögenswerten festgelegt, was eine offensichtliche Ungleichbehandlung darstellt.
Aus Sicht der Umsetzbarkeit birgt dieser Vorschlag erhebliche Probleme. Aufgrund der Volatilität der Preise digitaler Vermögenswerte kann ein und dasselbe Unternehmen innerhalb weniger Tage aufgrund von Wertschwankungen wiederholt in den MSCI-Index aufgenommen und wieder ausgeschieden werden, was zu Marktverwirrung führt. Darüber hinaus führen Unterschiede in den Rechnungslegungsstandards (US-GAAP und die internationalen IFRS-Standards behandeln digitale Vermögenswerte unterschiedlich) dazu, dass Unternehmen mit demselben Geschäftsmodell je nach Rechtsordnung unterschiedlich behandelt werden.
Verletzung des Indexneutralitätsprinzips durch Einbringen von politischer Voreingenommenheit
Strategy ist der Ansicht, dass der Vorschlag von MSCI im Kern eine Wertung bestimmter Anlageklassen beinhaltet und damit dem Grundprinzip der Indexneutralität widerspricht. MSCI behauptet, dem Markt und den Aufsichtsbehörden eine umfassende Abdeckung seiner Indizes zu bieten, die die Entwicklung des zugrunde liegenden Aktienmarktes abbilden soll, und sollte keine Werturteile über die Eignung oder den Wert eines Marktes, eines Unternehmens, einer Strategie oder einer Anlage fällen.
Durch den selektiven Ausschluss von Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte trifft MSCI faktisch eine politische Entscheidung im Namen des Marktes, was Indexanbieter vermeiden sollten.
Im Widerspruch zur US-Strategie für digitale Vermögenswerte
Strategy hebt insbesondere hervor, dass dieser Vorschlag im Widerspruch zum strategischen Ziel der Trump-Regierung steht, die US-Führungsrolle im Bereich digitaler Vermögenswerte auszubauen. Die Trump-Regierung unterzeichnete in ihrer ersten Amtswoche Exekutivanordnungen zur Förderung des Wachstums digitaler Finanztechnologien und richtete eine strategische Bitcoin-Reserve ein, um die USA zu einem globalen Marktführer im Bereich digitaler Vermögenswerte zu machen.
Sollte der Vorschlag von MSCI umgesetzt werden, würde dies US-Pensionsfonds, 401(k)-Pläne und andere langfristige Fonds direkt daran hindern, in Unternehmen für digitale Vermögenswerte zu investieren, was zu einem Abfluss von Milliarden von Dollar aus der Branche führen würde. Dies würde nicht nur die Entwicklung innovativer US-amerikanischer Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte behindern, sondern potenziell auch die Wettbewerbsfähigkeit der USA in diesem strategischen Bereich schwächen und damit der etablierten Regierungspolitik widersprechen.
Strategy beruft sich auf Analystenschätzungen, wonach Strategy allein aufgrund des MSCI-Vorschlags mit passiven Aktienverkäufen im Wert von bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar rechnen muss. Dies schadet nicht nur Strategy selbst, sondern hat auch weitreichende Folgen für das gesamte Ökosystem digitaler Vermögenswerte. So könnten beispielsweise Bitcoin-Mining-Unternehmen gezwungen sein, Vermögenswerte vorzeitig zu verkaufen, um ihre Vermögensstruktur anzupassen, was das normale Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Markt für digitale Vermögenswerte verzerren würde.
Der ultimative Reiz der Strategie
Strategy stellt in einem offenen Brief zwei zentrale Appelle vor:
Erstens hoffen wir, dass MSCI den Ausschlussvorschlag vollständig zurückzieht und es dem Markt ermöglicht, den Wert von Digital Asset Treasury (DAT)-Unternehmen durch freien Wettbewerb zu bestätigen, damit der Index den Entwicklungstrend der Finanztechnologie der nächsten Generation neutral und getreu widerspiegelt;
Zweitens, wenn MSCI an der „Sonderbehandlung“ von Unternehmen mit digitalen Vermögenswerten festhält, sollte es den Umfang der Branchenkonsultation ausweiten, die Konsultationsfrist verlängern und eine umfassendere logische Unterstützung liefern, um die Angemessenheit der Regeln zu erläutern.
Strategie ist kein einsamer Krieger
Strategie ist kein einsamer Kampf. Laut Daten von BitcoinTreasuries.NET hielten am 11. Dezember 208 börsennotierte Unternehmen weltweit über 1,07 Millionen Bitcoins, was mehr als 5 % des gesamten Bitcoin-Angebots entspricht, mit einem aktuellen Wert von etwa 100 Milliarden US-Dollar.

Quelle: BitcoinTreasuries.NET
Diese Digital Asset Treasury-Unternehmen haben sich zu einer wichtigen Brücke für Institutionen entwickelt, die Kryptowährungen einsetzen, und bieten Pensionsfonds, Stiftungen und anderen traditionellen Finanzinstitutionen ein gesetzeskonformes indirektes Engagement.
Zuvor hatte das Bitcoin-Unternehmen Strive vorgeschlagen, MSCI solle dem Markt die Wahlmöglichkeit bei Anbietern digitaler Vermögenswerte zurückgeben. Eine naheliegende Lösung wäre die Schaffung einer Version der bestehenden Indizes ohne digitale Staatsanleihen, wie beispielsweise des MSCI USA ex Digital Asset Treasuries Index und des MSCI ACWI ex Digital Asset Treasuries Index. Dadurch könnten Anleger ihre Benchmarks mithilfe eines transparenten Auswahlmechanismus selbst bestimmen, was die Integrität des Index wahrt und den Bedürfnissen verschiedener Anleger gerecht wird.
Darüber hinaus hat die Branchenorganisation Bitcoin for Corporations eine gemeinsame Petition gestartet, in der sie MSCI auffordert, den Vorschlag zur Klassifizierung digitaler Vermögenswerte zurückzuziehen. Sie plädiert dafür, die Klassifizierung auf dem tatsächlichen Geschäftsmodell, der finanziellen Performance und den operativen Merkmalen eines Unternehmens zu basieren und nicht allein auf der Vermögensallokation. Laut der Website der Organisation haben bisher 309 Unternehmen und Investoren den gemeinsamen Brief unterzeichnet. Zu den Unterzeichnern gehören neben Strategy auch Strive, BitGo, Redwood Digital Group, 21MIL, Btc inc, DeFi Development Corp sowie Führungskräfte weiterer namhafter Unternehmen der Branche und zahlreiche einzelne Entwickler und Investoren.
Abschluss
Der Konflikt zwischen Strategy und MSCI dreht sich im Kern um die Frage, wie sich „neue Finanzinnovationen in das traditionelle System integrieren lassen“. Als Digital Asset Treasury (DAT)-Unternehmen, eine „grenzüberschreitende“ Einheit zwischen traditionellem Finanzwesen und der Welt der Kryptowährungen, ist es weder ein reines Technologieunternehmen noch ein einfacher Investmentfonds, sondern vielmehr ein neues Geschäftsmodell, das auf digitalen Vermögenswerten basiert.
MSCIs Vorschlag sieht vor, diese komplexen Gebilde als „Investmentfonds“ einzustufen und sie anhand einer Gewichtung von 50 % aus dem Index auszuschließen. Strategy hingegen argumentiert, diese vereinfachte Vorgehensweise zeuge von einem gravierenden Missverständnis der Geschäftsnatur und verstoße gegen den Grundsatz der Indexneutralität. Mit dem näher rückenden Entscheidungstermin am 15. Januar 2026 wird der Ausgang dieses Wettstreits nicht nur über die Aufnahme mehrerer Bitcoin-besitzender börsennotierter Unternehmen in den Index entscheiden, sondern auch eine entscheidende Grenze für das zukünftige Überleben der Digital-Asset-Branche im globalen traditionellen Finanzsystem ziehen.
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