SK Hynix CEO: Speicherknappheit hält bis Ende 2030 an, danach keine Nachfragesorgen
wallstreetcnSK-Hynix-CEO Kwak Noh-jung gab die bislang entschlossenste bullische Einschätzung der Halbleiterbranche ab: Die Knappheit bei Speicherchips werde bis Ende 2030 anhalten, und selbst wenn es danach zu einem Abschwung komme, würden die Auswirkungen weit geringer ausfallen als in früheren Zyklen. Er verankert diese Logik in einem strukturellen, KI-getriebenen Wandel: Die Nachfrage verlagere sich beschleunigt von standardisierten Produkten hin zu kundenspezifischen Lösungen, wodurch die zyklischen Muster von Angebots- und Nachfrageungleichgewichten verändert werden könnten.
SK-Hynix-CEO Kwak Noh-jung gab eine langfristig optimistische Einschätzung zum globalen Speicherchipmarkt ab und untermauerte damit den anhaltenden Aufschwung der Halbleiterbranche.
Am 27. August (Ortszeit) erklärte Kwak Noh-jung auf einer Pressekonferenz nach der Grundsteinlegung für die Produktionsstätte für fortschrittliche Verpackungstechnologien für KI-Speicher an der Purdue University in West Lafayette, Indiana, USA, dass die Knappheit bei Speicherchips bis Ende 2030 anhalten werde. Zugleich betonte er, dass selbst bei einem dann eintretenden Abschwung die Nachfrage nicht abrupt einbrechen werde: „Auch nach 2030 besteht kein Grund zur Sorge.“
Kwak Noh-jung hob hervor, dass der Markt derzeit keine deutlichen Anzeichen für einen Abschwung zeige und dass sich die KI-getriebene Nachfragestruktur von standardisierten zu kundenspezifischen Produkten verschiebe. Dies werde die bisherigen zyklischen Muster von Angebots- und Nachfrageungleichgewichten grundlegend verändern, sodass selbst bei einem künftigen Abschwung die Auswirkungen eines Überangebots weit geringer ausfielen als in der Vergangenheit.
Knappheitszyklus könnte bis Ende 2030 andauern
Auf die Frage, wie lange die Speicherknappheit anhalten werde, sagte Kwak Noh-jung: „Niemand kann genau wissen, wie lange die Knappheitsphase dauern wird, aber derzeit sind keine deutlichen Anzeichen für einen Abschwung erkennbar. Wir erwarten, dass die Knappheit bis Ende 2030 anhält.“
Dies ist die bislang klarste zeitliche Prognose eines SK-Hynix-Managers für den aktuellen Aufschwung bei Speicherchips. Kwak Noh-jung fügte hinzu: „Der nächste Abschwung wird anders verlaufen als das, was wir in den vergangenen Jahrzehnten erlebt haben“, und deutete damit an, dass die strukturelle Stütze dieses Zyklus stabiler sei als in früheren Phasen.
KI-bedingte individuelle Nachfrage verändert Angebots- und Nachfragestruktur
Kwak Noh-jung führt die Kernlogik seiner Einschätzung auf strukturelle Veränderungen der KI-Nachfrage zurück. Er wies darauf hin, dass KI-Geschäftsmodelle die Speicherprodukte von 100 % standardisierten Produkten hin zu teilweise oder vollständig kundenspezifischen Produkten verschieben.
Das bedeutet, dass das Angebot enger an die konkrete Nachfrage gekoppelt wird und dadurch das Risiko eines Überangebots strukturell verringert wird. Kwak Noh-jung sagte: „Selbst wenn ein Abschwung kommt, wird die Nachfrage nicht stark zurückgehen, sondern sich eher abschwächen oder auf dem geplanten Niveau bleiben.“ Aus diesem Grund sehe er auch für die Zeit nach 2030 keine Sorgen hinsichtlich der Marktaussichten.
Auf die Frage, ob es Pläne für weitere Investitionen in Halbleiterproduktionsanlagen in den USA gebe, antwortete Kwak Noh-jung: „Solange ein Standort ausreichend Strom, Kapital und Subventionen bereitstellt, sind wir für jeden Ort offen.“
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