USA weiten Sanktionen auf Irans Kryptosektor wegen Ölzahlungen über 100 Mio. Dollar aus

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Irans Kryptosektor wird zum Sanktionsziel

Das US-Finanzministerium weitete die Sanktionen am 24. August auf den iranischen Digital-Asset-Sektor aus und gab dem Office of Foreign Assets Control (OFAC) umfassendere Befugnisse, um ausländische Unternehmen und Einzelpersonen ins Visier zu nehmen, die die Kryptowährungsbranche des Landes unterstützen.

Die neue OFAC-Feststellung ordnet digitale Vermögenswerte fünf weiteren Sektoren zu, die unter die Executive Order 13902 fallen. Die übrigen sind Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt.

Das OFAC kann nun jede Person sanktionieren, die im iranischen Digital-Asset-Sektor tätig ist oder Dienstleistungen zu dessen Unterstützung erbringt, unabhängig davon, wo sich diese Person befindet. Die Feststellung trat laut offizieller Mitteilung des OFAC am 24. August in Kraft.

Das Finanzministerium bezeichnete Kryptowährungen als zunehmend verbreitetes Mittel, um Geld außerhalb konventioneller Bankkanäle zu bewegen.

„Das iranische Regime greift zunehmend auf Kryptowährungen als bevorzugtes Instrument zur Umgehung von Sanktionen zurück“, behauptete das Finanzministerium.

Die Feststellung sanktioniert nicht automatisch jedes Krypto-Unternehmen, das iranische Nutzer bedient. Das OFAC muss bestimmte Parteien identifizieren und benennen, bevor Sperrmaßnahmen greifen. Die Beteiligung am Sektor kann nun jedoch als Grundlage für künftige Benennungen dienen.

 

Finanzministerium bringt 100 Millionen Dollar mit iranischen Ölverkäufen in Verbindung

Die Maßnahme ging mit Sanktionen gegen fast 60 Unternehmen, Einzelpersonen und Schiffe in mit dem Iran verbundenen Nuklear-, Raketen-, Cyber- und Ölnetzwerken einher. Das Finanzministerium beschuldigte außerdem den in den VAE ansässigen Broker Ivan Obukhov, mehr als 100 Millionen Dollar in Kryptowährungen für Ölverkäufe im Zusammenhang mit der Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden (IRGC-Quds Force) abgewickelt zu haben.

Das Finanzministerium behauptete, Obukhov, ein ukrainischer Staatsbürger mit Sitz in den VAE, habe als Broker für Schiffe mit iranischem Öl gearbeitet. Er habe Lieferungen für das iranische Militär und verbundene Gruppen ermöglicht.

Seit 2023 habe Obukhov laut Mitteilung des Finanzministeriums angeblich mehr als 100 Millionen Dollar an Kryptowährungszahlungen abgewickelt, um Ölverkäufe für die IRGC-Quds Force zu ermöglichen.

„Obukhov hat iranische Öllieferungen für das iranische Militär und seine Stellvertreter ermöglicht“, behauptete das Finanzministerium.

Das OFAC sanktionierte außerdem Foscom FZE, das in den VAE ansässige Unternehmen, das Obukhov besitzt und leitet. Das Finanzministerium erklärte, Obukhov habe das Unternehmen 2022 erworben und für seine Maklertätigkeiten genutzt.

Die Regierung veröffentlichte keine Wallet-Adressen, Transaktions-Hashes, Token-Aufschlüsselungen oder benannten Gegenparteien, die die Zahl von 100 Millionen Dollar stützen. Der Betrag bleibt daher eine Behauptung des Finanzministeriums und keine unabhängig verifizierte On-Chain-Summe.

 

US-Sanktionen erhöhen Risiken für ausländische Krypto-Unternehmen

Sämtliches Eigentum und Eigentumsanteile benannter Parteien müssen gesperrt werden, wenn sie in die Vereinigten Staaten gelangen oder unter die Kontrolle einer US-Person geraten. Unternehmen, die zu 50 % oder mehr im Besitz gesperrter Parteien sind, fallen ebenfalls darunter.

US-Personen dürfen grundsätzlich keine Geschäfte mit benannten Parteien tätigen, es sei denn, das OFAC erteilt eine Genehmigung. Ausländischen Finanzinstituten, die wissentlich größere Transaktionen ermöglichen, können ebenfalls Beschränkungen für Korrespondenz- oder Durchleitungskonten in den Vereinigten Staaten auferlegt werden.

Die erweiterten Befugnisse gehen über iranische Börsen hinaus. Übersee-Broker, Zahlungsabwickler, Wallet-Betreiber und Technologieanbieter könnten sanktioniert werden, wenn das OFAC feststellt, dass sie im iranischen Digital-Asset-Sektor tätig sind oder Dienstleistungen zu dessen Unterstützung erbringen.

Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Kampagne, die das Finanzministerium als Operation Economic Outcast bezeichnet. US-Beamte erklärten, ausländische Regierungen würden festgelegte Fristen erhalten, um identifizierte Aktivitäten mit Iran-Bezug einzustellen, doch die öffentliche Ankündigung nannte keine allgemeingültige Frist.

 

OFAC verschärft Durchsetzung bis 2026

Die jüngste Maßnahme folgt auf mehrere Benennungen gegen namentlich genannte Krypto-Unternehmen. Im Juni sanktionierte das OFAC Nobitex, Wallex, Bitpin und Ramzinex und weitete damit das Vorgehen gegen ein angebliches Netzwerk zur Sanktionsumgehung im Umfang von 4 Milliarden Dollar aus.

Später zielte das OFAC am 7. August auf Shelbit und Aban Tether ab. Das Finanzministerium beschuldigte die beiden Börsen, etwa 5 Millionen Dollar unter Beteiligung sanktionierter iranischer Plattformen und anderer eingeschränkter Parteien abgewickelt zu haben.

Die früheren Maßnahmen zielten auf identifizierbare Börsen und Transaktionen ab. Die neue sektorale Feststellung ist umfassender, da sie eine Rechtsgrundlage für künftige Sanktionen auf der Grundlage der Beteiligung an der iranischen Digital-Asset-Wirtschaft schafft.

Krypto-Börsen und Compliance-Anbieter müssen nun OFAC-Benennungen, verbundene Wallet-Adressen und Eigentümerstrukturen überwachen. Das Finanzministerium erklärte, die Maßnahmen vom 24. August leiteten eine anhaltende Durchsetzungskampagne ein, was darauf hindeutet, dass weitere Iran-bezogene Krypto-Benennungen folgen könnten.

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