Cardano veröffentlicht Van-Rossem-Hard-Fork: das erste Governance-getriebene Upgrade in der Geschichte.

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Das Cardano-Mainnet hat am Samstag offiziell den Van-Rossem-Hard-Fork gestartet und die Protokollversion von 10 auf 11 aktualisiert. Dadurch wird die Infrastruktur für niedrigere Smart-Contract-Kosten und nachfolgende Erweiterungskit-Upgrades in das Netzwerk integriert.

Laut den On-Chain-Daten von Cardanoscan befand sich das Netzwerk am Ende der Epoche 643 noch in der Protokollversion 10 und wechselte nach Beginn der Epoche 644 offiziell zur Version 11.

Mehr als nur Preissenkungen: Verbesserungen bei Plutus und aktualisierte Kostenmodelle

Dieses Upgrade umfasst Leistungsverbesserungen der Plutus-Smart-Contract-Plattform sowie Erweiterungen des Plutus-Kostenmodells. Input Output (IO) merkte in seinem wöchentlichen Entwicklungsbericht an, dass diese Aktualisierungen die technische Grundlage für die nächste Phase des Hard Forks der Dijkstra-Ära bilden.

Für Entwickler bedeutet das aktualisierte Plutus-Kostenmodell, dass die Gasgebühren für Smart Contracts die tatsächlichen Rechenkosten genauer widerspiegeln und so dazu beitragen, die Kostenbelastung durch tägliche Transaktionen zu reduzieren.

Ein Novum in der Geschichte: eine harte Abzweigung, die durch gemeinschaftliche Selbstverwaltung herbeigeführt wurde.

Anders als frühere, von Input Output-Ingenieuren koordinierte Upgrades ist dieses van-Rossem-Upgrade der erste Hard Fork in der Geschichte von Cardano, der durch Community-Governance angestoßen wurde. Dies markiert eine weitere Reifung des dezentralen Governance-Mechanismus von Cardano.

In der Vergangenheit wurden mehrere Hard Forks (wie Vasil, Alonzo und Chang) von Input Output auf Entwicklerseite koordiniert und einheitlich bereitgestellt. Van Rossem hingegen nutzt den Cardano-Governance-Vorschlagsprozess, bei dem ADA-Inhaber über Zeitpunkt und Auslöser des Upgrades abstimmen.

Ouroboros Leios: Umfassende Erweiterungskit-Lösung vor Jahresende

Ouroboros Leios ist ein Erweiterungspaket für den Ouroboros-Proof-of-Stake-Konsensmechanismus, der von Cardano verwendet wird, und soll voraussichtlich Ende 2026 eingeführt werden. Sein Hauptziel ist es, die Anzahl der Transaktionen pro Sekunde (TPS) deutlich zu erhöhen, ohne die Sicherheitsgarantien zu beeinträchtigen.

Im Input-Output-Bericht heißt es: „Zusätzlich zu den Verbesserungen und Erweiterungen des Plutus-Kostenmodells ebnet dieses Upgrade den Weg für die nächste Phase des Hard Forks der Dijkstra-Ära, der Ouroboros Leios zu Cardano bringen wird.“

Wenn die Leios-Skalierungslösung wie geplant implementiert wird, dürfte der theoretische Durchsatz von Cardano von derzeit einigen Dutzend Transaktionen pro Sekunde auf Hunderte oder sogar Tausende steigen, wodurch die Lücke zu Konkurrenten wie Ethereum und Solana in Bezug auf die Skalierungsfähigkeit verringert wird.

Von van Rossem bis Dijkstra: Cardano Upgrade Roadmap

Der Van-Rossem-Hardfork ist nur der erste Schritt im Upgrade-Plan von Cardano für die zweite Jahreshälfte 2026. Laut IOs Entwicklungsplan folgt unmittelbar darauf der Hardfork aus der Dijkstra-Ära, der voraussichtlich Folgendes mit sich bringen wird:

  • Ouroboros Leios wurde offiziell eingeführt und ermöglicht On-Chain-Skalierungstools.
  • Weitere Reduzierung der Ausführungskosten von Smart Contracts
  • Kontinuierliche Überprüfung und Verbesserung der Governance-Mechanismen

Für Investoren, die ADA halten, ist der erfolgreiche Start von van Rossem nicht nur ein technologischer Meilenstein, sondern auch eine Bestätigung der Fähigkeit des Cardano-Community-Governance-Systems, Netzwerk-Upgrades effektiv zu koordinieren.

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